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 »Generationen im Dialog über Flucht in Geschichte und Gegenwart«

 

»Was bewegt Menschen in meiner Nachbarschaft, die kürzlich oder bereits vor längerer Zeit geflohen sind? Welche Umstände zwingen Menschen zur Flucht? Wie gelingt es, einen Dialog der Generationen zu schaffen, der den Zusammenhalt stärkt und Vorbehalte abbaut?«

 

Kaum ein Thema beschäftigt uns derzeit mehr als die Aufnahme von Geflüchteten in unsere Gesellschaft. Vielerorts drängen noch Fragen der Unterbringung. Das langfristige Zusammenleben setzt jedoch Räume für Dialog und Auseinandersetzung voraus.

Das Anne Frank Zentrum lädt Mitarbeitende in kommunalen Strukturen sowie Akteure in Bildungs-, Senioren-, Jugend- oder Kultureinrichtungen aus vier ostdeutschen Städten zur Teilnahme an einer Fortbildungsreihe ein. Sie werden unterstützt und begleitet, in ihrer Kommune in einen Dialog der Generationen über Flucht in Geschichte und Gegenwart anzuregen. Das Projekt stärkt den Zusammenhalt vor Ort und ein Zusammenleben in Vielfalt.
 

In vier ostdeutschen Städten, darunter Kyritz & Wusterhausen,  bringt das Projekt Menschen miteinander ins Gespräch. Gemeinsam tauschen sich Jugendliche und Erwachsene über Lebensgeschichten aus. Sie handeln von Fluchterfahrungen oder von Erfahrungen mit Geflüchteten.

 

 

(Bildquelle: Ondrej Ferdan)

 

 

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»70 Jahre danach. Generationen im Dialog«

Am 8. Mai 1945 endete in Europa der Zweite Weltkrieg. Das Anne Frank Zentrum hat dieses Datum zum Anlass genommen, das Projekt »70 Jahre danach. Generationen im Dialog« zu initiieren.

 

In sieben Städten bundesweit, darunter Kyritz & Wusterhausen, fanden Dialoge statt, in denen Jugendliche und Seniorinnen und Senioren über den Zweiten Weltkrieg und den Nationalsozialismus ins Gespräch kamen. Zeitzeuginnen und Zeitzeugen wurden von Jugendlichen befragt und berichteten von ihren Erinnerungen. Umgekehrt erhielten sie Zugang zur Lebenswelt der Jugendlichen, die ihrerseits persönliche Geschichten, Anliegen und Weltsichten einbrachten. In den gemeinsamen Auseinandersetzungen entstanden zahlreiche künstlerische Arbeiten, Theaterstücke, Spaziergangkonzepte, Ausstellungen und Radiobeiträge. Diese wurden in den Projektorten rund um den 8. Mai 2015 öffentlich präsentiert.

 

Zentrales Anliegen des Projekts »70 Jahre danach. Generationen im Dialog« war, über die gemeinsame Auseinandersetzung mit Geschichte tragfähige Netzwerke zu schaffen und damit den Zusammenhalt in den Gemeinden nachhaltig zu stärken. Dafür wurden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in kommunalen Verwaltungen und zivilgesellschaftliche Akteure intensiv darin begleitet, beraten und fortgebildet, ihre Projektaktivitäten vor Ort umzusetzen.